Schulabteilung im Bistum Osnabrück

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Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht

Seit dem Jahr 1998 ist in Niedersachsen den Schulen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit eröffnet, evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler gemeinsam zu unterrichten. Dieser konfessionell-kooperative Religionsunterricht hat sich als Ausnahmeregelung bewährt. Zum 1. August 2011 ist der neue Erlass „Regelungen für den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen“ in Kraft getreten, mit dem die Kirchen in vielen Fällen auf ein förmliches Antragsverfahren verzichten.

Auf dieser Seite finden Sie einen Link zur Internetseite „Schule und Recht in Niedersachen“, die den Erlass „Regelungen für den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen“ dokumentiert, eine Ergänzung mit der Berichtigung des RdErl. „Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen“, ein Merkblatt zu den Anträgen auf konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, zwei Vorlagen für die Anträge, die Erläuterung zur Antragsstellung nach Erlassziffer 4.5.1 und die aktuelle Broschüre „Religionsunterricht in Niedersachsen – Dokumente – Erklärungen – Handreichungen“


  • Berichtigung des RdErl. „Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen“
    Diese Berichtigung war notwendig, weil der geltende "Erlass für den Religionsunterrichts und den Unterrichts Werte und Normen" in Ziffer 4.5.2 vorschreibt, dass der Religionsunterricht nach Erlassziffer 4.5. mit der Konfession gekennzeichnet werden muss, der die unterrichtende Lehrkraft angehört. Unter "Bemerkungen" sei daher im Zeugnis der Zusatz "Der Religionsunterricht wurde konfessionell-kooperativ erteilt." einzutragen. Die Umsetzung dieser Vorgabe war nach der bisherigen Fassung des Zeugniserlasses nicht möglich. Ab sofort gilt nun folgende Regelung: Der RdErl. d. MK „Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen“ v. 5.3.2012 (SVBl. S. 267) wird bezüglich des Änderungsbefehls Nr. 1.2 wie folgt berichtigt:

    „In Nummer 4.3.2 werden vor dem letzten Spiegelstrich die folgenden beiden Spiegelstriche eingefügt:

    • im Falle des konfessionell erteilten Religionsunterrichts: "Der Religionsunterricht wurde als. ev. / kath. / … (das Zutreffende ist einzutragen) Religionsunterricht erteilt.“;
    • im Falle des konfessionell-kooperativ erteilten Religionsunterrichts gemäß Nr. 4.5.2 des Bezugserlasses zu w): "Der Religionsunterricht wurde als ev. / kath. (das Zutreffende ist einzutragen) Religionsunterricht konfessionell-kooperativ erteilt.";"


    Die einzutragende Konfession ist immer die der unterrichtenden Lehrkraft, da der Religionsunterricht schulrechtlich immer Religionsunterricht der Religionsgemeinschaft ist, der die unterrichtende Lehrkraft angehört (vgl. Erlassziffer 4.5). Diese Regelung schafft nun für Lehrkräfte, Eltern und Schüler Transparenz, welcher Religionsunterricht von der Schule eingerichtet wird.
(SVBl 9/2012, S. 463)